Aim: To assess the safety and cost effectiveness of a usage for seven days of breathing circuit systems (BCSs) in combination with heat moisture exchanger filters (HMEF) in operation room anesthesia.
Method: In a prospective longitudinal clinical study, the contamination on high-risk surfaces (HMEF together with inner and outer surface of BCS) was monitored over 1, 2, 5, and 7 days. RESULTS of endogenous respiratory patient flora and contamination flora of BCS, HMEF and bag were compared. Costs of prolonged use of BCS together with HMEF up to 7 days were calculated.
Results: Neither physiological respiratory flora nor colonizing pathogens of the oropharynx of the ventilated patients were transmitted through the filters at any time. None of the included patients developed a postoperative pneumonia. Using the BCS for 24 hours provides a cost savings of up to 40% versus single use. Extending the change interval from 24 hours to 48 hours saved over 50% compared to change after each patient, and an additional 19% compared to change after 24 hours. In combination with a HMEF BCS can be used up to 7 days without clinical risk on multiple patients in operation room settings.
Conclusion: Expanding the usage of berating in combination with usage of moist exchange filters is feasible, microbiologically safe and cost effective, as 41% of material costs per ventilation may be saved. Further research is needed to confirm these results.
Zielsetzung: Es wurde die Sicherheit und Kosteneinsparung bei verlängerter Nutzung des Narkoseschlauchsystems für die Dauer von 7 d unter Verwendung eines Wärme- und Feuchtigkeitsaustausch (HME)-Filters analysiert.
Methode: In einer prospektiven longitudinalen klinischen Studie wurde die mikrobielle Kontamination von Hochrisikoflächen (HME zusammen mit der inneren und äußeren Oberfläche des Narkoseschlauchsystems) sowie des Handbeatmungsbeutels nach 1, 2, 5 und 7 d ermittelt. Dabei wurde die endogene respiratorische Flora des Patienten mit der Kontaminationsflora verglichen. Ferner wurde die Kosteneinsparung durch die verlängerte Nutzung des Narkoseschlauchsystems einschließlich der Filterkosten berechnet.
Ergebnisse: Weder physiologische respiratorische Flora noch kolonisierende Pathogene des Oropharynx passierten zu irgendeinem Zeitpunkt den Filter. Keiner der in die Studie eingeschlossenen Patienten entwickelte eine Pneumonie. Die Benutzung des Narkoseschlauchsystems für 24 h anstatt Einmalverwendung führt zu einer Kostenersparnis von 40%. Eine Nutzungsverlängerung auf 48 h führt zu einer Kostenersparnis von 50% bzw. im Vergleich zu täglichem Wechsel um 19%. In Verbindung mit dem HME-Filter kann das Narkoseschlauchsystem ohne erhöhtes Risiko und zugleich kosteneffektiv für aufeinanderfolgende Patienten eingesetzt werden.
Schlussfolgerung: Eine Verlängerung des Einsatzes des Narkoseschlauchsystems unter ständigem Einsatz von patientenbezogenen Atemsystemfiltern ist mikrobiologisch sicher und kosteneffektiv. Es können damit je Narkosebeatmung 41% der bestehenden Materialkosten eingespart werden. Zur Absicherung der Ergebnisse sind weitere Untersuchungen erforderlich.
Keywords: anesthesia breathing circuit system; cost effectiveness; heat and moisture exchange filter (HMEF); ventilator-associated-pneumonia (VAP).