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, 57 (11), 1281-1290

Frequency and Clinical Presentation of Alveolar and Cystic Echinococcosis in a Tertiary Medical Center in Germany 2004-2018: Lessons From a Low-Prevalence Area

Affiliations

Frequency and Clinical Presentation of Alveolar and Cystic Echinococcosis in a Tertiary Medical Center in Germany 2004-2018: Lessons From a Low-Prevalence Area

Thomas Karlas et al. Z Gastroenterol.

Abstract

Introduction: The prevalence of alveolar echinococcosis (AE) and cystic echinococcosis (CE) in Germany is increasing. The number of cases in northern and eastern regions is low, so there is little experience with regard to diagnosis and therapy.

Objectives: The objective of this paper was to evaluate the management of suspected and/or diagnosed echinococcosis at a university center in a low-prevalence region.

Methods: All the patients at the Leipzig University Hospital between 2004 and 2018 who had been serologically examined for echinococci were included in a retrospective cohort study. Clinical course, imaging, histology, therapeutic characteristics, relevant comorbidities and risk factors for AE and CE were evaluated. A time-staggered prevalence estimation, as well as sensitivity and specificity calculations for the serological tests, were performed.

Results: A total of 382 patients were enrolled, with 11 AE and 7 CE cases identified. The mean prevalence rate of AE in this cohort was 2.9 % and that of CE was 1.8 %. Among the patients, 56 % had known risk factors for AE and CE. The serological tests showed a sensitivity of 86 % and a specificity of 91 %. Two patients with false-negative serology were diagnosed by biopsy. All CE and 5 AE patients (45 %) were operated on. Six AE patients received long-term treatment with albendazole.

Conclusions: AE and CE are rare diseases in the greater Leipzig region; however, case numbers are on the rise. Due to favorable factors such as the escalation of migration, a further increase is expected. Diagnosis and therapy are challenging and should be supported by specialists (experienced infectiologists, imaging experts and skilled hepatobiliary surgeons) who should be integrated in a German network.

EINFüHRUNG : Die Prävalenz der alveolären (AE) und zystischen Echinokokkose (CE) in Deutschland nimmt zu, aber die Gesamtzahl der Fälle in den nördlichen und östlichen Bundesländern ist noch immer gering. Betroffene Patienten werden überwiegend in wenigen spezialisierten Zentren in Süddeutschland behandelt, sodass in anderen Regionen Deutschlands bislang nur relativ wenig klinische Erfahrung mit AE und CE vorhanden ist.

Ziele: Ziel unserer Studie war es, das derzeitige Management von Patienten mit Verdacht auf oder bestätigter Echinokokkose an einem Zentrum der tertiären Versorgungsstufe in einer Niedrigprävalenzregion zu bewerten, um eine Verbesserung des Vorgehens bei Verdacht auf AE/CE bzw. bereits gesicherter Diagnose zu erreichen.

Methodik: Alle Patienten, die am Universitätsklinikum Leipzig zwischen dem 01.01.2004 und dem 30.09.2018 infektionsserologisch auf Echinokokken untersucht wurden oder die Diagnose „AE“ bzw. „CE“ erhalten hatten, wurden in eine retrospektive Kohortenstudie eingeschlossen. Klinischer Verlauf, bildgebende sowie histopathologische Befunde, Therapiecharakteristika, relevante Begleiterkrankungen und mögliche Risikofaktoren für AE bzw. CE wurden bewertet. Die Datenanalyse umfasste weiter eine zeitlich gestaffelte Prävalenzabschätzung für unser Zentrum sowie Sensitivitäts- und Spezifitätsberechnungen für die durchgeführten serologischen Tests.

Ergebnisse: Insgesamt wurden 382 Patienten in die Analyse einbezogen. 11 AE- und 7 CE-Fälle wurden identifiziert. Die mittlere Prävalenzrate der AE in dieser Kohorte lag bei 2,9 % und die der CE bei 1,8 %. Bei 4 Patienten war die Diagnose bereits auswärtig gesichert worden und eine gezielte Überweisung zur spezialisierten Behandlung erfolgt. 56 % der Patienten wiesen bekannte Risikofaktoren für CE bzw. AE auf. Mit Ausnahme eines Falls waren alle CE-Fälle Migranten mit ausländischer Herkunft. Die durchgeführten serologischen Tests zeigten für beide Erkrankungen eine Sensitivität von 86 % und eine Spezifität von 91 %. 2 Patienten mit zunächst falsch negativer Diagnose (einer mit AE und einer mit CE) wurden durch ultraschallgestützte Biopsie korrekt diagnostiziert. Alle CE-Fälle und 5 AE-Fälle (45 %) wurden unter Albendazolschutz chirurgisch versorgt. Die restlichen 6 AE-Fälle erhielten eine Langzeitbehandlung mit Albendazol. Es wurden keine Todesfälle infolge Echinokokkose beobachtet.

Schlussfolgerungen: Sowohl AE als auch CE sind im Großraum Leipzig seltene Erkrankungen, wenngleich ein Anstieg der Fallzahlen an unserem Zentrum zu verzeichnen ist. Aufgrund unterschiedlicher begünstigender Faktoren wie z. B. Zunahme der Migration ist in Zukunft mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. Diagnosestellung und Therapiemanagement stellen sowohl für die AE als auch für die CE eine Herausforderung dar und sollten von einem Expertenteam begleitet werden, darunter erfahrene Infektiologen, Bildgebungsspezialisten und versierte hepatobiliäre Chirurgen. Der Aufbau eines deutschen Echinokokkosenetzwerks wäre sinnvoll.

Conflict of interest statement

The authors declare that they have no conflict of interest.

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