Objective: Warm footbaths infused with Sinapis nigra (mustard, or MU) or Zingiber officinale (ginger, or GI) are used for various thermoregulatory conditions, but little is known about how they are perceived by individuals, both short- and long-term. We analyzed the immediate and long-term effects of MU and GI on warmth and stimulus perception in healthy adults.
Methods: Seventeen individuals (mean age 22.1±2.4 years; 11 female) received three footbaths (mean temperature was 40 ± 0.2°C, administered between 1:30 and 6:30 p.m.) in a randomized order with a crossover design: 1. with warm water only (WA), 2. with warm water and MU, and 3. with warm water and GI. Warmth and stimulus perception at the feet were assessed at the 1st, 5th, 10th, 15th, and 20th minute of the footbaths, in the late evening (EVE), and the following morning (MG). We further assessed well-being (at EVE and MG) and sleep quality (at MG). The primary outcome measure was the warmth perception at the feet at the 10th minute of the footbath.
Results: At the 10th minute of the footbath, warmth perception at the feet was significantly higher with MU and GI compared to WA. The immediate thermogenic effects pointed to a quick increase in warmth and stimulus perception with MU, a slower increase with GI, and a gradual decrease with WA. Regarding the long-term effects, warmth and stimulus perception were still higher after GI compared to WA at EVE and MG. No differences were seen for general well-being and sleep quality.
Conclusion: Thermogenic substances can significantly alter the dynamics of warmth and stimulus perception when added to footbaths. The different profiles in the application of GI and MU could be relevant for a more differentiated and specific use of both substances in different therapeutic indications.
Zielsetzung: Warme Fußbäder mit Sinapis nigra (Senf, abgekürzt MU für englisch mustard) oder Zingiber officinale (Ingwer, abgekürzt GI für englisch ginger) werden bei verschiedenen thermoregulatorischen Beschwerden eingesetzt, aber es ist wenig darüber bekannt, wie sie von den Menschen kurz- und langfristig empfunden werden. Wir analysierten die unmittelbaren und langfristigen Auswirkungen von MU und GI auf die Wärme- und Hautreizwahrnehmung bei gesunden Erwachsenen. Methoden: Siebzehn Personen (Durchschnittsalter 22,1 ± 2,4 Jahre; 11 weiblich) erhielten drei Fußbäder (mittlere Temperatur 40 ± 0,2°C, verabreicht zwischen 13:30 und 18:30 Uhr) in randomisierter Reihenfolge mit einem Cross-over-Design: 1. nur mit warmem Wasser (WA), 2. mit warmem Wasser und MU und 3. mit warmem Wasser und GI. Die Wärme- und Reizwahrnehmung an den Füßen wurde in der 1., 5., 10., 15. und 20. Minute der Fußbäder, am späten Abend (EVE) und am nächsten Morgen (MG) erhoben. Außerdem wurden das allgemeine Wohlbefinden (bei EVE und MG) und die Schlafqualität (bei MG) bewertet. Das primäre Ergebnis war die Wärmewahrnehmung an den Füßen in der 10. Minute des Fußbades. Ergebnisse: In der 10. Minute des Fußbades war die Wärmewahrnehmung an den Füßen bei MU und GI im Vergleich zu WA signifikant höher. Die unmittelbaren thermogenen Effekte wiesen auf einen schnellen Anstieg der Wärme- und Reizwahrnehmung mit MU, einen langsameren Anstieg mit GI und einen allmählichen Rückgang mit WA hin. Was die Langzeiteffekte betrifft, so waren Wärme- und Reizwahrnehmung nach GI im Vergleich zu WA bei EVE und MG immer noch höher. Für das allgemeine Wohlbefinden und die Schlafqualität wurden keine Unterschiede festgestellt. Schlussfolgerung: Thermogene Substanzen können die Dynamik der Wärme- und Reizwahrnehmung deutlich verändern, wenn sie Fußbädern zugesetzt werden. Die unterschiedlichen Profile bei der Anwendung von GI und MU könnten für einen differenzierteren und spezifischeren Einsatz beider Substanzen bei verschiedenen therapeutischen Indikationen von Bedeutung sein.
Keywords: Footbath; Ginger; Mustard; Nursing; Warmth.
© 2021 The Author(s). Published by S. Karger AG, Basel.