Das Sjögren-Syndrom (SjS) ist eine Autoimmunerkrankung aus dem Formenkreis der Kollagenosen, die durch die Trias Sicca-Symptomatik, Fatigue und Schmerz charakterisiert ist. Die Diagnose wird meist bei Frauen und oft erst spät, im Alter von durchschnittlich 60 Jahren, gestellt. Bei mehr als drei Monate andauernder Sicca-Symptomatik, die durch andere Differenzialdiagnosen nicht erklärbar ist, können die ACR/EULAR 2016 Klassifikationskriterien für das SjS angewendet werden, um die Diagnose zu stellen. Im Rahmen des SjS können viele Organe betroffen sein. Die Xerosis cutis und der Pruritus sind die häufigsten Hautmanifestationen. Oftmals werden eine leukozytoklastische Vaskulitis und ein subakut kutaner Lupus erythematodes bei SjS-Patienten diagnostiziert. Zusätzlich haben SjS-Patienten häufig Myoarthralgien sowie neuropsychiatrische Symptome. Langfristig muss auf das erhöhte Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen sowie Lymphome geachtet werden. Aufgrund der Beteiligung vieler Organe bei SjS-Patienten ist ein interdisziplinärer Behandlungsansatz erforderlich.