Purpose: Aim of the present study was to assess the relative distribution of occlusal forces after orthodontic treatment and during the first 3 months of the retention phase using a computerized occlusal analysis system (T-Scan, Tekscan Inc., Norwood, MA, USA).
Materials and methods: A total of 52 patients were included in this prospective cohort study and underwent analysis of occlusal forces on the level of tooth, jaw-half, and -quadrant during a 3-month period. Furthermore, differences between three retention protocols (group I: removable appliances in both jaws; group II: fixed 3-3 lingual retainers in both jaws; group III: removable appliance in the maxilla and fixed 3-3 lingual retainer in mandible) were assessed with Wilcoxon signed-rank tests at 5%.
Results: Directly after debonding, measured forces distribution were similar to published references for untreated samples. In the following, no significant difference was found between retention protocols II and III with regard to the asymmetry of the anterior occlusal forces. Both groups maintained an asymmetric force distribution in the anterior segment during the study period. There was also no difference between groups II and III in the distribution of occlusal forces for the posterior segments. Both retention concepts kept the symmetrical distribution of occlusal forces stable over the observation period. The retention concept of group I demonstrated a symmetrical distribution of occlusal forces in the anterior segment after debonding and this remained stable during the 3‑month period. In the posterior segment, no improvement of the initially asymmetric masticatory force distribution could be observed.
Conclusions: All three studied retention protocols showed stability in retaining their original symmetrical or asymmetrical occlusal force distribution posteriorly/anteriorly during the 3‑month observation period. Therefore, an even distribution of occlusal forces should be the aim of the finishing phase, as no relative benefit of any single retention scheme in terms of post-debond improvement during the retention phase was seen.
Zusammenfassung: ZIEL DER STUDIE: Ziel der vorliegenden Studie war es, die relative Verteilung der okklusalen Kräfte nach der kieferorthopädischen Behandlung und während der ersten 3 Monate der Retentionsphase mithilfe eines computergestützten okklusalen Analysesystems (T-Scan, Tekscan Inc., Norwood, MA, USA) zu untersuchen.
Material und methoden: 52 Patienten wurden in die prospektive Kohortenstudie aufgenommen und es wurde über einen Zeitraum von 3 Monaten eine Analyse der Verteilung der okklusalen Kräfte bezogen auf die einzelnen Zähne, die Kieferhälften und die unterschiedlichen Quadranten vorgenommen. Darüber hinaus wurden die Unterschiede zwischen 3 Retentionsprotokollen (Gruppe I: herausnehmbare Apparaturen in beiden Kiefern; Gruppe II: festsitzender 3‑3-Lingualretainer in beiden Kiefern; Gruppe III: herausnehmbare Apparatur im Oberkiefer und festsitzender 3‑3-Lingualretainer im Unterkiefer) mithilfe des Wilcoxon-signed-rank-Tests bei einem Signifikanzniveau von 5 % bewertet.
Ergebnisse: Unmittelbar nach dem Debonding waren die gemessenen Kräfteverteilungen ähnlich wie in bereits veröffentlichten Studien für unbehandelte Probanden. Im Folgenden wurde kein signifikanter Unterschied zwischen den Retentionsprotokollen II und III in Bezug auf eine Asymmetrie der anterioren okklusalen Kräfte festgestellt. Beide Gruppen behielten während des Studienzeitraums eine asymmetrische Kraftverteilung im Frontzahnbereich bei. Auch bei der Verteilung der Okklusionskräfte im Seitenzahnbereich gab es keinen Unterschied zwischen den Gruppen II und III. Beide Retentionskonzepte hielten eine symmetrische Verteilung der okklusalen Kräfte über den Beobachtungszeitraum stabil. Das Retentionskonzept der Gruppe I wies im Frontzahnbereich nach dem Debonding eine symmetrische Verteilung der Okklusionskräfte auf, die über den Dreimonatszeitraum stabil blieb. Im Seitenzahnbereich konnte keine Verbesserung der initialen asymmetrischen Kaukraftverteilung beobachtet werden.
Schlussfolgerungen: Alle 3 untersuchten Retentionsprotokolle zeigten eine stabile Beibehaltung ihrer ursprünglichen symmetrischen oder asymmetrischen Verteilung der okklusalen Kräfte im Seitenzahnbereich bzw. im Frontzahnbereich während des 3‑monatigen Beobachtungszeitraums. Daher sollte eine gleichmäßige Verteilung der okklusalen Kräfte das Ziel bereits der Finishing-Phase der aktiven Therapie sein. Bezüglich der einzelnen Retentionsschemata zeigte keines der untersuchten Protokolle einen relativen Vorteil in Bezug auf mögliche Verbesserung der Kräfteverteilung während der Retentionsphase.
Keywords: Bite force; Orthodontic retainers; Prospective clinical study; Retention protocols; T‑Scan software.
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