Objective: This study aimed to ascertain and compare the diagnostic efficacy of ferritin and glycosylated ferritin in adult-onset Still's disease (AOSD).
Methods: A thorough meta-analysis was conducted using data extracted from MEDLINE, Embase, and the Cochrane Library. Separate meta-analyses were performed to assess the diagnostic accuracies of ferritin and glycosylated ferritin in patients with AOSD.
Results: Eight studies encompassing 556 AOSD patients and 763 non-AOSD controls were included in the analysis. Ferritin cut-off values ranged widely, from 400 to 5000 μg/L, with some studies using a relative threshold, such as ≥ 5 times the normal upper limit. Glycosylated ferritin was reported, with thresholds ranging from 16 to 33%. Ferritin displayed a sensitivity of 60.4% and a specificity of 85.7%, accurately identifying AOSD in 60.4% of cases and accurately excluding non-AOSD in 85.7% of cases. The sensitivity in ferritin-specific studies escalated to 66.8%, while specificity was maintained at 84.7%. Glycosylated ferritin exhibited a higher sensitivity of 74% and a slightly lower specificity of 80.5%, indicating superior detection of AOSD cases. The positive likelihood ratio (PLR) and negative likelihood ratio (NLR) for ferritin were 4.179 and 0.399, respectively; for glycosylated ferritin alone, these values were 3.604 and 0.357, demonstrating moderate diagnostic reliability. Diagnostic odds ratios (DORs) were 11.32 for ferritin and 10.14 for glycosylated ferritin. The area under the curve (AUC) was 0.778 for ferritin and 0.835 in ferritin-specific studies, indicating moderate diagnostic precision. The AUC for glycosylated ferritin was not available. The Q* index was 0.717 for ferritin and 0.768 for the ferritin-only group, reflecting a slight improvement when focusing exclusively on ferritin.
Conclusion: Both ferritin and glycosylated ferritin serve as valuable markers for diagnosing AOSD, with ferritin demonstrating superior sensitivity and specificity in targeted studies. Nonetheless, their moderate diagnostic effectiveness suggests that these biomarkers should be used in conjunction with other clinical criteria to ensure a comprehensive diagnosis.
Zusammenfassung: ZIEL: Ziel der vorliegenden Studie war es, die diagnostische Wirksamkeit von Ferritin und glykosiliertem Ferritin bei M. Still im Erwachsenenalter (AOSD) zu ermitteln und zu vergleichen.
Methoden: Es wurde eine gründliche Metaanalyse unter Verwendung von Daten aus MEDLINE, Embase und der Cochrane Library durchgeführt. Um die diagnostische Genauigkeit von Ferritin und glykosiliertem Ferritin bei Patienten mit AOSD zu untersuchen, erfolgten separate Metaanalysen.
Ergebnisse: In die Auswertung wurden 8 Studien mit 556 AOSD-Patienten und 763 Nicht-AOSD-Kontrollen einbezogen. Die Grenzwerte für Ferritin wiesen eine große Spannbreite auf, von 400 bis 5000 μg/l, dabei wurde in einigen Studien ein relativer Grenzwert wie ≥ das 5‑Fache des oberen Normwerts verwendet. Für glykosiliertes Ferritin wurden Grenzwerte mit einer Spannbreite von 16 bis 33% angegeben. Ferritin wies eine Sensitivität von 60,4% und eine Spezifität von 85,7% auf, dabei wurde ein AOSD in 60,4% der Fälle zutreffend identifiziert und ein Nicht-AOSD in 85,7% der Fälle zutreffend ausgeschlossen. Die Sensitivität in ferritinspezifischen Studien stieg auf 66,8%, während die Spezifität bei 84,7% blieb. Glykosiliertes Ferritin wies eine höhere Sensitivität von 74% und eine etwas geringere Spezifität von 80,5% auf, was ein Indikator für eine bessere Erkennung von AOS-Fällen ist. Das positive Wahrscheinlichkeitsverhältnis (PLR) und das negative Wahrscheinlichkeitsverhältnis (NLR) für Ferritin betrugen 4,179 bzw. 0,399; für glykosiliertes Ferritin allein lagen diese Werte bei 3,604 bzw. 0,357, was ein Hinweis auf eine mäßige diagnostische Reliabilität ist. Die diagnostischen Odds Ratios (DOR) betrugen 11,32 für Ferritin und 10,14 für glykosiliertes Ferritin. Für Ferritin lag die AUC („area under the curve“) bei 0,778 und in ferritinspezifischen Studien bei 0,835, was auf eine mäßige diagnostische Genauigkeit hinweist. Die AUC für glykosiliertes Ferritin war nicht verfügbar. Der Q*-Index lag für Ferritin bei 0,717 und bei 0,768 für die Gruppe mit alleiniger Untersuchung von Ferritin, dies spiegelt eine leichte Verbesserung wider, wenn der Fokus ausschließlich auf Ferritin liegt.
Schlussfolgerung: Sowohl Ferritin als auch glykosiliertes Ferritin dienen als wertvolle Marker für die Diagnose von AOSD, dabei weist Ferritin eine höhere Sensitivität und Spezifität in zielgerichteten Studien auf. Trotzdem ist ihre mäßige diagnostische Wirksamkeit ein Hinweis darauf, dass diese Biomarker zusammen mit anderen klinischen Kriterien eingesetzt werden sollten, um eine umfassende Diagnose zu gewährleisten.
Keywords: Adult-onset Still’s disease; Biomarkers; Diagnostic accuracy; Ferritin; Sensitivity and Specificity.
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