Institutional food services in Germany play a crucial role in the daily nutrition of millions of people and therefore have a substantial impact on both health and sustainability. This narrative review examines the opportunities and challenges of choice architecture to promote sustainable eating habits within institutional food services. The focus is on three types of interventions that are relatively easy to implement in this context: 1) default interventions, where an option is set as the standard; 2) availability interventions, where the range of offerings is controlled; and 3) recommendations in the form of labels or logos.We present current research findings demonstrating how these interventions can encourage positive dietary choices while maintaining consumers' freedom of choice. Strategies such as establishing a meat-free default menu or increasing the availability of vegetarian dishes show promising results, whereas the effectiveness of eco-labels varies depending on the catering context.Our conclusion emphasizes the need for further practical research and highlights the importance of an integrated approach that involves all relevant stakeholders in the change process. Through a balanced combination of these measures, decision-makers can make a significant contribution to the development of sustainable and future-oriented institutional food services.
Die Gemeinschaftsverpflegung in Deutschland spielt eine zentrale Rolle bei der täglichen Ernährung von Millionen Menschen und hat somit einen erheblichen Einfluss auf Gesundheit und Nachhaltigkeit. Diese Übersichtsarbeit untersucht die Chancen und Herausforderungen der Entscheidungsarchitektur zur Förderung nachhaltiger Ernährungsweisen innerhalb der Gemeinschaftsverpflegung. Im Mittelpunkt stehen 3 Arten von Interventionen, die in diesem Kontext relativ einfach umgesetzt werden können: 1) Default-Interventionen, bei denen eine Auswahloption als Standard angeboten wird; 2) Verfügbarkeitsinterventionen, bei denen das Angebot gesteuert wird; sowie 3) Empfehlungen in Form von Labels oder Logos.Wir präsentieren aktuelle Forschungsergebnisse, die demonstrieren, wie diese Interventionen dazu beitragen können, positive Ernährungsentscheidungen zu fördern, während gleichzeitig die Wahlfreiheit der Konsumentinnen und Konsumenten gewahrt bleibt. Strategien wie die Etablierung eines fleischlosen Standardmenüs oder die Erhöhung der Verfügbarkeit fleischloser Gerichte zeigen vielversprechende Ergebnisse, während die Wirksamkeit von Ökolabels je nach Verpflegungskontext uneinheitlich bleibt.Unser Fazit betont die Notwendigkeit weiterer praxisorientierter Studien sowie die Relevanz eines integrativen Ansatzes, der alle relevanten Stakeholder in den Veränderungsprozess einbezieht. Durch eine ausgewogene Kombination dieser Maßnahmen können Verantwortliche einen signifikanten Beitrag zur Entwicklung einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Gemeinschaftsverpflegung leisten.
Keywords: Behaviour change; Institutional food services; Interventions; Menu design; Nudging.
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