Objective: With the regulation for the reorganization of dental education, the legislature restructured dental studies and among other things, called for a strenghtening of interdisciplinary training. This requirement was the basis for the development of an interdisciplinary curriculum in which the topic of "dental traumatology" was to be taught across disciplines. It was investigated whether a measurable increase in learning could be achieved.
Methodology: The newly designed curriculum was developed on the basis of the National Competence-Based Learning Objectives Catalogue for Dentistry (NKLZ) and was implemented in the summer semester of 2021. Due to the COVID-19 pandemic, the teaching module had to be modified significantly. In order to determine the students learning gains, an examination form was completed online before (T0) and after (T1) the curriculum. The exam paper consisted of knowledge questions and questions on two case vignettes.
Results: The results showed a significant increase in learning in the knowledge questions (p<0.05). The case vignettes presented a heterogeneous picture. In case vignette V(1), a significant increase in learning was achieved among students in the eighth (p=0.027) and tenth (p=0.022) semesters, but not among those in the sixth semester (p=0.323). In case vignette V(2), a significant increase in learning was observed in the sixth (p=0.011) and tenth (p=0.003) semesters, but not in the eighth semester (p=0.298). The students evaluated the newly developed curriculum with a good rating.
Conclusion: The interdisciplinary curriculum led to an increase in learning among the students. However, the heterogeneous results of the case vignettes show that even interdisciplinary lectures are not very efficient in acquiring the competence of "transfer thinking". Nevertheless, interdisciplinary teaching formats should shape the future of dental education, but they should be supplemented by interactive elements.
Zielsetzung: Der Gesetzgeber hat mit der Verordnung zur Neuregelung der zahnärztlichen Ausbildung das Studium der Zahnmedizin neustrukturiert und fordert u. a. eine Stärkung der fächerübergreifenden Ausbildung. Diese Forderung war Grundlage für die Entwicklung eines interdisziplinären Curriculums, bei dem das Thema „Dentale Traumatologie“ fächerübergreifend vermittelt werden sollte. Es wurde untersucht, ob ein messbarer Lernzuwachs erzielt werden konnte.
Methodik: Das neu gestaltete Curriculum wurde auf Grundlage des Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalogs Zahnmedizin erstellt und fand im Sommersemester 2021 statt. Aufgrund der COVID-19-Pandemie musste das Lehrmodul stark modifiziert werden. Um den Lernzuwachs der Studierenden zu ermitteln, wurde ein Prüfungsbogen vor (T0) und nach (T1) der Veranstaltung online ausgefüllt. Der Prüfungsbogen umfasste reine Wissensfragen und (UV) Fragen zu zwei Fallvignetten.
Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigten einen signifikanten Lernzuwachs bei den Wissensfragen (p<0,05). Bei den Fallvignetten zeigte sich ein heterogenes Bild. Bei der Fallvignette V1 konnte bei Studierenden des achten (p=0,027) und des zehnten (p=0,022), nicht jedoch des sechsten Semesters (p=0,323) ein signifikanter Lernzuwachs erzielt werden. Bei der Fallvignette V2 zeigte sich ein signifikanter Lernzuwachs beim sechsten (p=0,011) und beim zehnten (p=0,003), nicht jedoch beim achten Semester (p=0,298). Die Studierenden evaluierten das neu entwickelte Curriculum mit der Note „gut“.
Schlussfolgerung: Das interdisziplinäre Curriculum führte zu einem Lernzuwachs bei den Studierenden. Allerdings zeigen die heterogenen Ergebnisse der Fallvignetten, dass auch interdisziplinär gestaltete Frontalveranstaltungen wenig effizient bei dem Kompetenzerwerb „Transferdenken“ sind. Dennoch sollten interdisziplinäre Lehrformate die zahnmedizinische Lehre der Zukunft prägen, aber durch interaktive Elemente ergänzt werden.
Keywords: NKLZ; dental trauma; evaluation; interdisciplinary teaching; learning gains.
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